7 Wege, sich auf Instagram unbeliebt zu machen

7 Wege Instagram

Ich liebe Instagram. Ich liebe diese kreative Community, die sich dort tummelt, die Ideen austauscht, Motivation versprüht und natürlich schöne Bilder teilt. Unter diesen vielen inspirierenden Menschen gibt es aber natürlich auch ein paar schwarze Schafe. Was sag ich? Leider dutzende!

Die komischen Käuze, nervigen Fake-Profile und aufdringlichen Werber auf Instagram sind der Grund, wieso ich seit einiger Zeit rigoros lösche und blockiere, wo es nur geht. Vielleicht hätte ich schon über 500, 600 oder gar 1.000 Follower, wenn ich das nicht tun würde. Aber was nutzen mir die Zahlen, wenn nur ein winziger Teil davon wirklich wertvollen und lesenswerten Content bietet? Genau darauf beruht das Prinzip von Instagram ja: Austausch, Information, Inspiration. Und ich will nicht, dass das Wertvolle in einer Flut von Spam-Profilen untergeht, für die vermutlich irgendjemand ganz schön viel Kohle auf die Theke gelegt hat.
Ja, das tönt jetzt tatsächlich ein bisschen sauer. Ich bin es auch. Weil man einfach nichts gegen diese Nervtöter machen kann, außer sie zu melden und zu blocken. Hinter einigen Profilen mag vielleicht auch eine gute Absicht stecken und immerhin wollen wir alle ja unser Angebot und unsere Talente den Usern irgendwie näherbringen. Aber wer einen der folgenden Wege dazu nutzt, der handelt sich von mir höchstens einen Block ein, und mehr nicht.

Hier also die besten 7 Wege für Instagram-User, um sich (vermutlich nicht nur) bei mir wahnsinnig unbeliebt zu machen:

1) Folge und entfolge so vielen Profilen wie möglich, am besten täglich.

Diese Praktik sehe ich bei „kleinen“ genauso wie bei „großen“ Profilen. Folgen, entfolgen, folgen, entfolgen. Sie wird gerne genutzt, um schnell einen Pool an Followern aufzubauen. Machst du einmal den Fehler und folgst du dem Profil, weil es interessant aussieht, kannst du dir sicher sein, dass es in deiner Follower-Liste plötzlich verschwindet und nie mehr auftaucht. Es sei denn natürlich, du entfolgst ihm dann wieder – dann geht das Spiel von vorne los. Herrlich!
Ein Tipp für Android-User: Mit der App „Follower Analyzer“ (kostenlos erhältlich im Play Store*) kannst du genau solche Profile finden, die immer wieder kommen und wieder gehen. Bietet außerdem noch weitere, nützliche Analyse-Tools für deinen Account.

*Unbezahlte Werbung, Marken-Nennung.

2) Hinterlasse als Kommentar immer nur Emojis.

Bei mir bekannten Profilen macht mir das nichts, wenn es auch mal nur einen Smiley als Kommentar gibt (dito bei 1-Wort-Kommentaren). Aber wildfremde Accounts, die vor allem Herzchen, Glücksklees, Daumen Hoch oder Zwinker-Smileys unter teilweise uralte Postings pflanzen – ja, die machen mir was. Die spammen mir nur meine Benachrichtigungsübersicht voll.

3) Oder noch besser: Hinterlasse nur 1-Wort-Kommentare.

„Super!“, „Top!“, „Mega!“ – der Informationsgehalt dieser Kommentare ist ungefähr so hoch wie bei einer Scheibe Knäckebrot. Wahllos unter irgendwelche Fotos gepostet, erwecken sie den Eindruck, als wollen sie nur Aufmerksamkeit. Und viel mehr ist es auch nicht und darf getrost ignoriert bzw. gelöscht werden.

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4) Schreibe Kommentare grundsätzlich in Englisch, auch wenn du deutschsprachig bist.

Das fällt mir in letzter Zeit vorzugsweise bei Unternehmen auf, die dadurch vielleicht internationaler wirken wollen. Aber mal ehrlich: Mein Profil ist ganz klar deutschsprachig. Wenn ihr euch nicht mal eine Minute die Mühe macht und den Posting-Text lest, sondern einfach nur euren Standard-Spruch drunter knallt, dann seid ihr schneller weg als dass ihr „next big thing“ sagen könnt.

5) Nimm in deinen Kommentaren bloß keinen Bezug auf das Bild, das gepostet wurde.

Ganz wichtig für User, die wirklich von Null auf 100 in der Unbeliebtheitsskala gehen wollen. Ganz egal, wie das Bild aussieht – oder ob es sogar nur ein Wort enthält! –, redet in eurem Comment über die geile Bildkomposition, wie passend die Farben sind, wie schön der Feed insgesamt ist. Und dann verweist auf euren eigenen. Todsicheres Ding!

6) Sei ein seltsamer Marketing-Fuzzi, der seine Wege für mehr Erfolg vermarkten will. Überall.

Diese User – und es sind vorzugsweise Männer, fällt mir auf – sind bei mir besonders beliebt. Sie sind ganz eindeutig hinter bestimmten Hashtags her: Wie #selfemployed, #selbstständig, #office, #business, #network. Ganz ehrlich: Ich glaube, dass manche von denen wirklich was mitzuteilen haben. Ihre Kommentare sind manchmal sogar richtig eloquent und nett, gar nicht offen werbend. Meistens offenbart aber ein Blick ins Profil mit hundert Selfies, hundert Motivationssprüchen, aber keinem Plan, was sie denn eigentlich an die Menschen verkaufen wollen, dass sie vielleicht doch nur… naja, Verkäufer sind. Kann man sich mal anschauen, kann man aber auch löschen (sie merken es eh nicht).

7) Und der todsicherste Tipp: Teile freizügiges Material auf deinem Profil.

Und dann wiederhole Punkt 1. So oft es nur geht.

7 Wege Instagram

Die Frage, die sich am Ende natürlich stellt, ist: Wie schafft man es denn jetzt eigentlich, „beliebt“ auf Instagram zu sein? Ich denke, dass dafür drei Dinge ausschlaggebend sind:

– Der Content, den du produzierst
– Die Message, die du transportierst
– Der Austausch, den du anbietest

Das kann ein gut aufbereiteter Food-Blog sein, eine Idee, über die es sich zu reden lohnt, ein einzigartiges Angebot, aber auch einfach schöne Bilder. Kurz gesagt: Etwas, das einem/einer Profil-Besucher/in einen Mehrwert bietet und nicht frustriert. Kommentare und Likes zu verteilen ist selbstverständlich immer eine gute Idee – aber so, dass der/die Verfasser/in zumindest das Gefühl bekommt, dass du dich mit seinen Inhalten auseinandergesetzt hast und nicht nur auf dein eigenes Profil aufmerksam machen willst. Denn davon lebt Instagram: Vom Geben und Nehmen, vom Interagieren und Reagieren. Und da hinterlässt man auch viel lieber ein Like 😊

Wie sind eure Erfahrungen mit solchen Nerv-Profilen – blockt ihr diese konsequent, ignoriert ihr sie, oder nutzt ihr sie sogar irgendwie zu eurem Vorteil?

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